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Vom Dienstplan zum Lohn: Lohn-Export & DATEV-Schnittstelle

Am Ende jedes Monats steht die gleiche Aufgabe: Aus Dienstplan und Zeiterfassung müssen korrekte Zahlen für die Lohnabrechnung werden – Stunden, Zuschläge, Fehlzeiten, Überstunden. Wer das per Hand in eine Exceltabelle überträgt und ans Lohnbüro mailt, verliert Zeit und produziert Fehler. Ein sauberer Lohn-Export macht aus stundenlanger Übertragung einen Knopfdruck. Was dabei zusammenspielt und worauf es bei der DATEV-Schnittstelle ankommt.

Lesezeit 6 Min. Aktualisiert 21. Juli 2026

Warum die Übergabe der kritische Schritt ist

Zwischen der geleisteten Arbeit und dem ausgezahlten Lohn liegt die Lohnvorbereitung – der Punkt, an dem die meisten Fehler entstehen. Nicht weil gerechnet wird, sondern weil abgetippt wird: Stundensummen, Nacht- und Sonntagsstunden, Krankheits- und Urlaubstage, Zulagen. Jede manuelle Übertragung ist eine Fehlerquelle, und im Gesundheitswesen mit rotierenden Not- und Nachtdiensten summieren sich diese Werte schnell. Ein digitaler Export überträgt genau die Werte, die das System ohnehin schon berechnet hat.

Was in den Export gehört

  • Ist-Arbeitszeiten je Mitarbeitendem, sauber gegen den Soll-Plan abgeglichen
  • Zuschlagsrelevante Stunden getrennt ausgewiesen – Nacht, Sonntag, Feiertag (siehe § 3b EStG)
  • Abwesenheiten: Urlaub, Krankheit, Fortbildung, unbezahlte Freistellung
  • Überstunden bzw. der Saldo des Arbeitszeitkontos
  • Zulagen und Pauschalen, etwa für Springer- oder Wechselschichtdienste

DATEV LODAS oder DATEV Lohn und Gehalt?

In Deutschland rechnen die meisten Steuerberater und Lohnbüros mit DATEV ab – in zwei Varianten: DATEV LODAS und DATEV Lohn und Gehalt. Für die Schnittstelle ist der Unterschied wichtig, weil beide ein anderes Importformat erwarten. Klären Sie vor der Einrichtung mit Ihrem Lohnbüro drei Dinge: welches der beiden Programme genutzt wird, welche Lohnarten (die nummerierten Kategorien wie „Nachtzuschlag“ oder „Urlaub“) hinterlegt sind und über welchen Weg importiert wird – als Datei oder über den DATEV-Datenservice.

Lohnarten und Stammdaten sauber zuordnen

Der häufigste Grund, warum ein Export beim ersten Mal scheitert, ist die Zuordnung: Die Software kennt eine Kategorie „Sonntagszuschlag“, das Lohnbüro aber die Lohnart 240. Diese Übersetzung – von der internen Bezeichnung zur DATEV-Lohnart – muss einmal sauber eingerichtet werden. Dazu kommen die Stammdaten: Beraternummer, Mandantennummer und die Personalnummern müssen zwischen Zeiterfassung und Lohnprogramm identisch sein, sonst landen die Stunden bei der falschen Person oder gar nicht.

Der Ablauf am Monatsende

  1. Zeiten prüfen und freigeben: fehlende Stempelungen, offene Korrekturen und Ausreißer klären.
  2. Zuschläge und Salden vom System berechnen lassen – nicht nachrechnen, sondern stichprobenhaft kontrollieren.
  3. Exportdatei erzeugen bzw. Übergabe an den DATEV-Datenservice auslösen.
  4. Datei ans Lohnbüro übergeben – oder das Lohnbüro greift direkt auf die freigegebenen Daten zu.
  5. Rückmeldung der Abrechnung mit den freigegebenen Werten abgleichen und archivieren.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Nicht jede Dienstplan- oder Zeiterfassungslösung exportiert im richtigen Format. Achten Sie darauf, dass die Software die von Ihrem Lohnbüro genutzte DATEV-Variante bedient, frei konfigurierbare Lohnarten erlaubt und Zuschläge nach den steuerlichen Regeln getrennt ausweist. Dann wird aus der monatlichen Zettelwirtschaft ein reproduzierbarer, prüfbarer Prozess – und die gewonnene Zeit fließt zurück in die Versorgung.

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