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Ausbildung & Nachwuchs in Gesundheitsberufen

Der Nachwuchs entscheidet, ob der Fachkräftemangel sich entspannt oder verschärft. Apotheke, Arztpraxis und Pflege setzen dabei auf sehr unterschiedliche Ausbildungswege – mit gegenläufigen Trends.

Lesezeit 6 Min. Aktualisiert 19. Juni 2026

Apotheke: Apotheker:in, PTA, PKA

Apotheker:innen durchlaufen ein Pharmaziestudium (Regelstudienzeit 8 Semester) plus ein 12-monatiges Praktisches Jahr und die Approbation. PTA werden schulisch plus im Praktikum ausgebildet (seit dem PTA-Reformgesetz 2023 modernisiert), PKA in einer 3-jährigen dualen Ausbildung. Sorgenkind: Die Schülerzahlen an PTA-Schulen sind rückläufig.

Arztpraxis: MFA und Aufstiegswege

Die MFA-Ausbildung ist 3-jährig und dual – und einer der beliebtesten Ausbildungsberufe überhaupt: 2025 wurden rund 16.680 neue Verträge geschlossen, gegen den allgemeinen Trend steigend und mit wachsendem Männeranteil. Aufstiegswege sind VERAH und NäPA/EVA (delegierte ärztliche Aufgaben) sowie Praxismanager:in und Fachwirt:in.

Pflege: generalistische Ausbildung & Studium

Seit 2020 ist die Ausbildung generalistisch (Pflegefachfrau/-mann, 3 Jahre); 99 % der Absolvent:innen wählen diese Berufsbezeichnung. 2025 wurden rund 64.300 neue Verträge geschlossen (+8 %). Seit 2023 ist auch das Pflegestudium vergütet. Die kürzere Pflegeassistenz (meist 1 Jahr) ist bislang landesrechtlich geregelt, eine bundeseinheitliche Regelung in Arbeit.

Was Betriebe für den Nachwuchs tun können

Verlässliche, faire Dienstpläne sind auch ein Argument im Wettbewerb um Azubis. Wer Ausbildungszeiten, Berufsschule und Anleitung sauber im Plan abbildet und Wünsche berücksichtigt, macht den Einstieg attraktiver – und bindet Nachwuchskräfte früh.

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