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Tourenplanung in der ambulanten Pflege

In der ambulanten Pflege wird nicht in Schichten an einem Ort geplant, sondern in Touren über die Stadt. Das verbindet klassische Dienstplanung mit Routenlogistik – und stellt eigene Anforderungen an die Software.

Lesezeit 6 Min. Aktualisiert 10. Juni 2026

Tour statt Schicht

Eine Tour ist die Abfolge von Klientenbesuchen, die eine Pflegekraft an einem Tag abfährt. Geplant werden müssen nicht nur die Einsätze selbst, sondern auch die Fahrzeiten dazwischen – sie sind Arbeitszeit und entscheiden darüber, ob eine Tour realistisch zu schaffen ist.

Den richtigen Qualifikationsmix sicherstellen

Behandlungspflege – etwa Medikamentengabe, Injektionen oder Wundversorgung – darf nur von examinierten Fachkräften erbracht werden. Jede Tour muss deshalb so geschnitten sein, dass die nötige Qualifikation bei jedem Einsatz vorhanden ist. Seit 2023 gibt das Personalbemessungsverfahren (PeBeM) hierfür bundeseinheitliche Anhaltswerte vor.

Wenn jemand ausfällt

Fällt eine Kraft kurzfristig aus, muss die komplette Tour neu verteilt werden – oft am frühen Morgen. Wer das per WhatsApp und Telefon löst, verliert wertvolle Zeit. Besser:

  • Offene Einsätze per App ausschreiben, das Team kann sie annehmen.
  • Springer- und Hintergrunddienste fest einplanen.
  • Verfügbarkeiten und Wunschdienste vorab erfassen, um Einspringende schnell zu finden.

Zuschläge und Zeiterfassung unterwegs

Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie Wechselschichtzulagen müssen korrekt berechnet werden – auf Basis tariflicher Regelungen wie TVöD-P oder AVR. Die Arbeitszeit sollte mobil erfasst werden können, denn die Pflegekraft ist den ganzen Tag unterwegs und selten am Standort.

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